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Der Name der Leute

(Le nom de gens)

Daten

Regie: Michel Leclerc
Drehbuch: Baya Kasmi und Michel Leclerc
Eine Produktion von: Delante Films, Karé Productions, TF1 Droits Audiovisuels
mit: Sara Forestier, Jacques Gamblin, Carole Franck, Zinedine Soualem, Michèle Moretti, Jacques Boudet
Frankreich 2010

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Kinostart: 3 März 2011

Sie sucht keinen Er; und Er will ganz bestimmt nicht Sie. Sie: Name Bahia, jung und quirlig, unüberhörbare Quasselstrippe, ein Paradiesvogel, albanischer Herkunft, Aktivistin, schläft ausschließlich mit politisch rechts stehenden Männern, hat einen Hang zum Nudismus- bevorzugt in Straßenbahnen und Supermärkte. Er: Name Arthur, Veterinär spezialisiert auf tote Vögel jeglicher Art, mausgrauer Anzugträger, Linkswähler, jüdischer Abstammung mütterlicherseits, ruhig und introvertiert, Kontakt mit dem weiblichen Geschlecht eher bescheiden. Dies ist nicht das Inserat für eine Kontaktanzeige, sondern dies ist die französische Komödie von Michel Leclerc. DER NAME DER LEUTE erzählt die Geschichte von zwei Menschen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein können, aber wie der Zufall es will irgendwie immer wieder aufeinander treffen. Ob die beiden Hauptdarsteller, Bahia (Sara Forestier) und Arthur (Jacques Gamblin), ein gutes Paar abgeben und ob diese Potenzial für die Zukunft haben, kann der Zuschauer in 104 Minuten selbst herausfinden!

Im Volksmund heißt es: Man soll das Kind beim rechten Namen nennen. Im Film DER NAME DER LEUTE (Le nom de gens) scheint es, dass Regisseur und Drehbuchautor Michel Leclerc sich diese Weisheit zu Herzen genommen hat. Namen können sehr viele verschiedene Bedeutungen haben und geben oftmals und unfreiwillig Auskunft über die Herkunft, Identität und Geschichte des jeweiligen Namensträgers; so auch in der französischen Komödie. Bahia ist ein exotischer und ungewöhnlicher Name- zumindest in Frankreich- und so ist Bahia selbst auch. Arthur hingegen ist ein geläufiger Name und bietet eine gewisse Anonymität, die dem Protagonisten mehr als Recht ist. Der Film bedient sich einem Repertoire an aktuellen und kritischen Themen: Multikulturalismus, Liebe, Identitätsfindung, Vergewaltigung- diese werden dem Zuschauer auf eine locker-flockige Art und Weise präsentiert. Doch leider kommt dies einem eher "Französisch" vor. "Voulez-vous chouchez avec moi?" würde dann einen besseren Filmtitel abgeben. Hauptdarstellerin Sara Forestier flitzt mehrfach nackig über die Kinoleinwand und schläft sich durch die rechtswählende Politikerwelt, um diese zur anderen Seite zu konvertieren. Bahia als Robin Hood der Moderne- aber ohne grüne Strumpfhosen und Pfeil und Bogen, dafür aber mit knappen Hippie Outfit und großer Klappe. Kollege Jacques Gamblin darf seinen Anzug anbehalten, kann aber leider auch nicht mehr Pepp zum Film beitragen als tote Vögel aus dem Wasser zu fischen. Der Film klingt skurril und ist es auch- viel zu viele Themen, die Regisseur Michel Meclerc versucht in 104 Minuten abzuarbeiten. Der Stoff aus dem die Träume sind, wird ein Alptraum für den Zuschauer. Zuviel Stoff- jedoch kläglich verknüpft und übrig bleiben schlicht und allein: die nackten Tatsachen. Ein Film, den man nicht aus der Hülle packen sollte.

Gesehen von Katja Tauber

 
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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