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BerufsständeIm Mittelalter regelten die Zünfte, welche Handwerker innerhalb der Stadtmauern ihrem Gewerbe nachgehen durften, die Übrigen musste außerhalb der Stadtmauern und ohne den Schutz der Bürger ihre Leistungen anbieten. Die verschiedenen Verbände der Filmwirtschaft und Filmschaffenden bemühen sich, die Interessen der jeweiligen Berufsgruppe bzw. Bereiche der Filmwirtschaft nach Außen hin zu vertreten. Das kann auch das Aushandeln besserer Honorare oder Bedingungen betreffen und damit Tätigkeiten von Gewerkschaften berühren. Verbände leisten also Lobbyarbeit und Betreuung ihrer Mitglieder zugleich. AufgabenbereicheHäufig genug werden Arbeitsverträge mit Pauschalen geschlossen, welche einerseits die Vergütung von Überstunden und Feiertagszuschlägen ausschließen, aber andererseits unter den dafür vorgesehenen Pauschalen liegen. Die allgemeine Arbeitssituation und der Umstand, dass insbesondere Newcomer froh über jede Arbeitsmöglichkeit sind, verschärfen die Lage der Filmschaffenden erheblich. Auch der Kampf um die Vergütung für Urheberleistungen wird von verschiedenen Verbänden seit Jahrzehnten geführt, insbesondere die Bildgestalter, die Kameraleute sind hier nicht angemessen berücksichtigt. Dass aber die Mitglieder dieser Verbände so etwas wie ein Gütesiegel tragen, besser, professioneller, was auch immer sind, ist unrichtig. In praktisch jedem Bereich gibt es Filmschaffende, die nicht in den Berufsverbänden Mitglied sind und genau so professionell arbeiten wie die Verbandsmitglieder. Beiträge und VorteileVielleicht hat es mit der Liebe der Menschen zu Vereinen zu tun, vielleicht auch mit dem leichteren Zugang zu Informationen wie "was verdient eigentlich ein Regisseur im Moment beim WDR...", oder aber an den diversen "Guides" in denen sich die Verbandsmitglieder samt Vita und Filmographie verewigen können, die Verbände haben reichlich Mitglieder. Und es gibt reichlich Verbände rund um die Film- und Fernsehbranche, insbesondere in Deutschland. Die Mitgliedschaft kostet in der Regel Beiträge, bei Produzentenverbänden können da unter Umständen ganze Prozentpunkte von Fördersummen für Filmprojekte hinzukommen, ein nicht ganz preiswerter Spaß. Einige Verbände locken Newcomer mit reduzierten Beitragssätzen, die dann bei zunehmender Professionalisierung erhöht werden. In jedem Fall aber ermöglichen die Verbände, mehr Informationen zu den Berufsfeldern zu bekommen und in Kontakt mit Filmschaffenden zu treten, etwa wenn man den Stab für ein Filmvorhaben zusammenstellen will.
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