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Lampenarten

Die Wirkung und Funktion eines Filmscheinwerfers ist ganz stark an das Leuchtmittel (das ist die Birne, der Brenner oder die Röhre) gekoppelt. Die Konstruktion des Scheinwerfers wird gewissermaßen um dieses Leuchtmittel herum gebaut.

Grund genug, näher zu betrachten, welche Lampenarten es so gibt beim Film:

Früher arbeitete man im Studio und auch außen hauptsächlich mit Kohlebogenlampen. Sie waren schwer, brauchten viel Strom und wurden sehr heiß. In einigen Studios der Welt sind sie trotz vieler Nachteile noch immer anzutreffen.

Heute stehen uns verschiedenste Leuchtmittel zur Verfügung, die sich in Funktionsweise und Wirkungsgrad stark unterscheiden:

Glühlampen

In einem luftdichten gasgefüllten (Argon, Krypton etc.) Glaskolben wird durch einen Wolframdraht ein Strom geschickt, der diesen zum Glühen bringt. Es gibt sie in verschiedenen Bauformen, unter anderem als Nitraphot Lampen (mit Leistungen bis 500 Watt).

Die Farbtemperatur liegt bei 3400K, sie verwandeln nur 25% der zugeführten Energie in Licht um.

Halogenlampen

Im Prinzip funktionieren diese ähnlich wie Glühlampen, allerdings wird dem Gas etwas Jod oder Brom beigefügt.

Dadurch erhöht sich die Lichtausbeute. Außerdem – und das ist ein besonderer Vorteil – ist die Bauform viel kleiner. Trotzdem wird viel Energie nur in Hitze, nicht aber in Licht verwandelt.

Metalldampflampen (HMI)

Sie wurden 1970 erstmals vorgestellt. Sie sind ebenfalls mit Gas gefüllt, wobei Hallogenide verschiedener Metalle (Dysprosium, Thulium und Holmium) verwendet werden. Da diese Lampen sehr heiß werden, fertigt man sie aus Quarzglas.

Das Licht wird durch Gasentladung erzeugt, die abhängig ist von der Netzfrequenz, die durch Vorschaltgeräte mit Drosselspulen zugeführt wird. Es gibt aber auch elektronische Vorschaltgeräte, die eine Rechteckspannung mit anderen Frequenzen erzeugen können.

Sie haben einen Wirkungsgrad von bis zu 95%, sind also von der Lichtausbeute viel vorteilhafter. Während Glüh- und Halogenlampen unmittelbar nach dem Einschalten ihr Licht zur Verfügung stellen, müssen HMI Lampen erst gezündet werden. So dauert es etwa 1-3 Minuten, bis die gewünschte Leistung und Farbtemperatur erreicht ist.

HMI-Brennstab

Neonröhren

In den letzten Jahren wurden auch immer häufiger spezielle Neonröhren verwendet. Die Länge der Röhren liegt bei 60 oder 120 Zentimetern, meist werden mehrere parallel betrieben (2 Bank, 4 Bank etc.).

Neonröhren mit hoher Zündfrequenz und optimierter Farbtemperatur (Tageslicht oder Kunstlicht) haben einen hohen Wirkungsgrad, sind kompakt und können weiches, flächiges Licht abstrahlen.

Für gebündeltes Licht (Spot) sind sie allerdings ungeeignet.

 
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